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Der erste Hund – Einführung

Der erste Hund – Teil 1: Voraussetzungen

Sie haben sich also entschieden, einem Hund ein Zuhause zu bieten. Gute Entscheidung!

An dieser Stelle sollte nun der ermahnende Zeigefinger stehen, der Sie darauf hinweist ob Sie sich das auch gut überlegt haben. Das wäre aber sinnlos, denn wozu sind Sie denn wohl hier? Also: Nochmal ein großes Lob.

Der erste Hund - Einführung - Bild
photo by aubree clark on www.flickr.com

In Teil 1 – Voraussetzungen – geht es vor allem darum, was für Rahmenbedingungen existieren müssen, damit aus dieser freudigen Entscheidung kein alptraumhaftes Ereignis wird.

Der Mensch – also SIE!

Es gibt sie… die absoluten Chaoten, die Verantwortungslosen, die Gleichgültigen. Und wieder: da Sie diesen Artikel lesen sind Sie mit Sicherheit keiner von “denen”.

Trotzdem: Stellen Sie sich bitte einmal die dringende Frage:

Bin ich dazu in der Lage meinem zukünftigen Hund ein gesichertes Zuhause zu geben? Kann ich für die nächsten Jahre (das können je nach Hunderasse bis zu 15 Jahre und mehr sein) für meinen Hund sorgen? Kann ich seine Bedürfnisse nach Platz, Sicherheit, Führung, Nahrung, Pflege, Training und LIEBE wirklich erfüllen?

Keine Sorge, ganz so schlimm wie sich das anhört ist das alles nicht. Aber zumindest eine gesunde Basis sollte schon da sein. Jeder Mensch will mal in den Urlaub, jeder Hund muss mal zum Arzt. Eine gesunde Portion “Sorge um die Zukunft” ist nicht verkehrt. Wer mit einem “das passt schon” in die Hundehaltung einsteigt steht möglicherweise schon morgen wieder vor dem Aus.

Der Hund

Bitte glauben Sie nicht alles, was Ihnen erzählt wird. Rottweiler sind keine Bestien und viele Windhunde brauchen eben keinen stundenlangen Auslauf. Pudel sind nicht zwangsläufig die intelligentesten Hunde und Jack Russell Terrier sind nicht unbedingt Anfängerhunde.

Mehr zum Thema “der richtige Hund” gibt es später, hier sei nur grundlegend erwähnt, dass beim Thema Hund zu viele Leute zu viele Interessen (mit Gewalt) vertreten.

Der Züchter will “seinen” Hund verkaufen, der Tierschutzfreund der schon zu viel gesehen und erlebt hat um nachts noch ruhig schlafen zu können will “seinen” Hund nur beschützen, der nette Mann aus der Zoohandlung will “nur” seine Angestellten bezahlen können, der Hundetrainer will “nur” seine Vorstellungen von artgerechter Erziehung an den Mann (und die Frau) bringen.

Viel wichtiger ist, dass SIE! einen klaren Kopf behalten und nichts einfach so hin nehmen.

Generell gilt: Sich zu einer bestimmten Hunderasse hingezogen zu fühlen, weil man in den Medien einen niedlichen Chihuahua auf dem Arm seines Stars gesehen hat oder immer den bleibenden Eindruck zweier gut trainierter Dobermänner auf den (Anti-)Held seiner 80er-Jahre Lieblingsserie bewundert hat ist falsch.

Besser ist es, sich über die Rassen zu informieren, zu denen man sich hingezogen fühlt. Und dann über die, die man bisher noch gar nicht kannte. Und sich dann mal – wenn es denn in Frage kommt – mit dem lokalen Tierschutzverein kurz zu schließen. Oder aus dem bequemen Sessel heraus auf eine der vielen lokalen, nationalen und internationalen Hunderettungen zu schauen. Oder wussten Sie, dass das Vorurteil “der Tierschutzhund ist ja schon älter, der bekommt nie gar nie nicht niemals nicht die Bindung an mich, die ein Welpe bekommt” einfach nur Unsinn ist? Diese Pauschalurteile sind nicht hilfreich und engen eine mögliche Entscheidung genauso ein, wie der unbedingte Wunsch einen Tierschutzhund zu haben, wenn man eigentlich weder der Mensch dafür ist noch das Umfeld dafür stimmt. Aber auch dazu später mehr…

Das Umfeld

Vergessen Sie die “großer Hund in großes Haus” und “kleiner Hund in kleine Wohnung” Regel. Ja, vergessen Sie das bitte. Ein lebhafter aber sehr kleiner Hund in einer engen Wohnung ist nicht nur als Stolperfalle eine Gefahr – es ist vor allem zu überlegen, ob man dem kleinen “Teppich Porsche” wirklich die permanente Gefahr einer Bekanntschaft mit Schuhgröße 46 zumuten möchte. Hört sich lächerlich an? Fragen Sie doch mal einen Tierarzt.

Zum Thema große Hunde sei auch ein Beispiel erwähnt: Greyhounds. Eine wahrlich majestätische Hunderasse. Groß. Schön. Muskulös. Aktiv. Ein Herrenhaus wäre angemessen. Alles Quatsch. Greyhounds sind, ähnlich wie ihre kleineren Verwandten die Whippets, wunderbare “Mitbewohner”. Groß genug, um sie nicht zu verletzen. Zuhause sehr ruhig und immer bemüht, ihrem Herrn ein guter Hund zu sein.

Bevor Sie nun zum Kommentarfeld greifen: Natürlich sind auch diese Beispiele mit Vorsicht zu genießen. Ein Greyhound in einer 2-Zimmer Wohnung die von zwei Erwachsenen bewohnt wird ist kein optimaler Zustand. Aber es braucht eben auch nicht das 250qm Traumhaus. Genauso verhält es sich mit kleineren Hunden: nicht jeder trampelt durch die Wohnung ohne Rücksicht auf Verluste. Aber so mancher erlebt sich selbst in seinen großen Zimmern immer wieder dabei, “anstößig” zu werden: er oder sie rempelt, stolpert, stößt sich an. Das sind keine guten Voraussetzungen für kleinere Hunde…

Aber das Umfeld beschreibt nicht nur die Raumverhältnisse. Es geht hier auch um den Tagesablauf. Ein Drei-Schichten-Job mit unregelmäßigem Schlaf im Plattenbau, einem kleinen Kind und 30 Autominuten zur nächsten Gassi Wiese ist kein Umfeld für – nur als Beispiel – einen Border Collie. Es sei denn, Sie möchten Ihre Möbel regelmäßig als Moderne Kunst an interessierte Menschen verkaufen, Ihre Wände wöchentlich neu verputzen und nach kurzer Zeit den wütenden Lynchmob der übermüdeten Nachbarn vor der Wohnungstüre begrüßen.
Bildhaft beschrieben? Übertrieben? Möglich. Aber eben auch nicht unmöglich.

Wenn Ihnen das nun nicht konkret genug war… kann man Ihnen das nicht verdenken. Dazu ist dieses Thema in insgesamt sieben Teile aufgeteilt.

Nächstes Thema: Rassehund, Mischlingshund oder Tierschutzhund?

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