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Dummytraining – Freizeitspaß nicht nur für Jagdhunde

Dummytraining – nicht nur für Jagdhunde geeignetUrsprünglich kommt das immer beliebter werdende Dummytraining aus der Jägerei. Der jagdlich geführte Hund hilft dabei dem Jäger, das erlegte oder verletzte Wild schnell zu finden. Jäger nutzen ihre Hunde auch heute noch zu dieser Arbeit und bilden sie mit Hilfe von Dummys, also Wild-Attrappen, aus. Dabei ähneln diese Attrappen nicht gezwungenermaßen dem späteren Zielobjekt sondern bestehen meist aus Segeltuch, Feuerwehrschlauch, Leder oder Canvas, welche mit Sand oder Sägemehl gefüllt wurden. Doch wir wollen uns heute mit dem Dummytraining für Familienhunde aller Rassen beschäftigen, nicht mit der Ausbildung von Jagdgebrauchshunden.

Dummytraining – was ist das denn genau?
Beim Dummytraining lernt der Hund, Markieren, Suchen und Einweisen. Gut. Der Laie ist mit dieser Information jetzt in etwa so schlau wie vorher, nur kennt er drei neue Begriffe und weiß nicht genau, was sie bedeuten. Dem kann abgeholfen werden 😉

Hier ein paar Eindrücke, wie viel Spaß Dummyarbeit machen kann:


Quelle: hund-unterwegs

Markieren
Beim Dummytraining wirft der Hundeführer einen Dummy – eben oben beschriebene Attrappe – möglichst weit und, im Gegensatz zum schnöden Bällchenspiel, auch gerne in unübersichtliches Gelände. Das Ziel ist, dass der Hund sich merkt, wo der Dummy nieder geht, ohne das eigentliche Ziel zu sehen. Er beobachtet aufmerksam die Flugbahn und „markiert“ in Gedanken die Stelle, an der das Objekt gelandet sein muss. Gut ausgebildete Hunde können sich sogar mehrere nacheinander geworfene Dummies und ihre „Landestellen“ merken und diese dann Stück für Stück aufspüren. Hierbei ist nun nicht mehr nur die Merkfähigkeit, sondern auch die Nase des Vierbeiners gefragt, um das Objekt zu finden.

Suchen
Konnte der Hund den Dummy nicht richtig markieren und dadurch nicht 100%ig auf die Landestelle des Dummies schließen muss er das Objekt suchen. Der Hund sucht dabei selbständig das ungefähre Zielgebiet ab. Dieser Teil ist vor allem beim jagdlich geführten Hund enorm wichtig, denn er soll ja auch verwundetes Wild schnellstmöglich aufspüren, um ihm unnötiges Leiden zu ersparen. Diese Parallele zur „echten“ Jagd sei aber nur am Rande erwähnt.

Je nach Landeplatz des geworfenen Dummies kann es natürlich auch zu Kombinationen aus Markieren (der Hund sieht in welche Richtung der Dummy gefallen ist und merkt sich die Stelle ungefähr) und Suchen (der Dummy ist in eine dicht bewachsene Lichtung gefallen und der Hund muss es mit Hilfe seiner Nase aufstöbern) kommen. Die Übergänge zwischen beiden sind hierbei fließend.

Einweisen
Konnte der Hund weder ordentlich markieren noch erfolgreich suchen kommt die dritte Möglichkeit ins Spiel: das Einweisen. Der Hundeführer zeigt hierbei dem Hund einen gewissen Bereich, in dem er widerum selbständig suchen soll. Hierbei wird der Hund mit Hilfsmitteln wie Handzeichen, Stimme und Pfeife in die gewünschte Richtung gelenkt. Ziel ist es, den Hund selbständig suchen zu lassen und dabei aber jederzeit Einfluss als Hundeführer zu haben.

Ihr seht also, Dummytraining hat mit schnödem Bällchenwerfen in etwa so viel zu tun wie Omas Klapprad mit einem Segway 😉

Und ist das auch was für meinen Hund?
Natürlich gibt es Hunderassen, die für Dummytraining geeigneter sind als andere. Typische „Dummytrainings-Rassen“ sind beispielsweise Labrador oder Golden Retriever oder genauer gesagt alle Rassen, die als Jagd-Gebrauchshund und Apportierhunde gezüchtet wurden. Einen Windhund wird man mit dieser Art des Trainings möglicherweise überfordern oder schlicht langweilen. Immerhin bewegt sich das Objekt nicht mehr und ist damit für ihn als Sicht- und Hetzjäger uninteressant. Allerdings gibt es auch hier Ausnahmen. Soll heißen: Versuch macht kluch 😉 Dummies gibt es schon für kleines Geld, also warum nicht einfach ausprobieren? Wenn Euer Hund Spaß am Dummytraining hat, wunderbar. Falls nicht könnt Ihr den Dummy immernoch wie ein normales Bällchen oder als Zerrspielzeug benutzen. Also, frischauf ans Werk und viel Spaß 🙂

 

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