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Infektionskrankheit Staupe – wieder auf dem Vormarsch? Teil 2

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….Vor allem bei ansonsten gesunden, erwachsenen Hunden kann die Staupe in diesen Formen bleiben und heilt meist binnen 2-4 Wochen aus. Leider kann das Virus aber auch weiter wüten und das Nervensystem befallen. Dies vor allem bei sehr jungen Hunden, Hundesenioren, geschwächten Tieren zum Beispiel nach Trächtigkeit, während des Säugens oder nach gerade erst überstandener (anderer) Krankheit. Kommt auf dieses schlechte Allgemeinbefinden und die verschlechterte Immunlage auch noch eine Staupe-Infektion „obendrauf“ so ist die neurologische Verlaufsform sehr wahrscheinlich.

Ist das Nervensystem befallen kommt es zu den typischen Ausfallerscheinungen: Ataxie, Schwäche, Muskelzittern („Staupetick“), Blindheit durch Schädigung des Sehnervs und Veränderungen an der Netzhaut, Paresen, zum Ausfall von Hirnnerven, epileptischen Anfällen etc. Die Symptome der neurologischen Staupe sind vielfältig und allesamt schrecklich. Begleitsymptome sind außerdem Hyperkeratosen an Nase und Ballen, das heißt, es bildet sich überschießend Horn. Der Nasenschwamm und die Ballen werden von Hornhaut überwuchert („Hard Pad Disease“). Sie wird von Tierärzten als deutliches Anzeichen für eine schlechte Prognose gewertet.

Das in der Literatur beschriebene „Staupegebiß“ tritt bei Hunden auf, die im Welpenalter eine Staupeinfektion überstanden haben. Die Staupeviren befallen die Adenoblasten, das sind Zellen, die für die Bildung des Zahnschmelzes verantwortlich sind. Dieser kann sich nicht richtig ausbilden, ausgedehnte Defekte des Zahnschmelzes sind die Folge.

Bei sehr alten Hunden kommt es bei überstandenen Staupeinfektionen vor, dass sich die Staupe, laienhaft gesagt, im Gehirn „einnistet“ und sich dort als chronische Gehirnentzündung manifestiert. Man nennt das „Old Dog Disease“ (ODS). Das Virus besteht im Gehirn fort und sorgt für eine fortschreitende Verschlechterung der neurologischen Symptome. Interessanterweise wird das Virus von diesen Tieren nicht ausgeschieden, sie sind daher für ihre Artgenossen auch nicht ansteckend.

Hunde können Staupe also sehr wohl überleben (wenn auch meistens nicht ohne Folgeschäden), Frettchen, Waschbären und Nerze sterben praktisch immer als Folge einer Staupe-Infektion.

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