Eis für den Hund – Ja oder Nein?

Sommer, Sonne, Sonnenschein. Endlich ist er da, der heiß ersehnte Sommer, auch wenn es für manchen und vor allem für unsere vierbeinigen Freunde schon fast wieder ZU warm ist. Abkühlung ist gefragt, um bei Temperaturen von über 30 Grad einigermaßen über den Tag zu kommen. Gerade Hunde, die ihre Körpertemperatur ja nicht wie wie Menschen über Schwitzen, sondern fast ausschließlich durch Hecheln regulieren können, sind was Überhitzung angeht extrem gefährdet.

Man sollte sich als Hundebesitzer auf gar keinen Fall der Illusion hin geben, dass der Hund es problemlos schafft, durch Hecheln so viel Wärme los zu werden, dass er bei sommerlichen Temperatur nicht Gefahr läuft, zu überhitzen. Ein Hitzschlag, Dehydration und sogar Tod können die Folgen sein.

Wie also können wir unsere Freunde abkühlen und ihnen so etwas gutes tun? Neben einigen anderen Maßnahmen, die ich in anderen Texten ausführlich vorstellen werde, kommen wir heute zur leckersten, die eher eine Ausnahme als eine dauerhafte Lösung zur Kontrolle der Körpertemperatur darstellt: Schnuffi bekommt ein…

Eistüte für den Hund

Eistüte für den Hund – eine leckere Ausnahme

Eis am Stiel

Was für Menschen gut ist, kann für den Hund ja nicht schlecht sein? Stimmt bedingt, wenn man einige Faktoren beachtet:

  • Eis am Stiel bitte ohne Stiel.Hunde erkennen nicht, dass der Holzstiel im Eis nicht essbar ist. Durch den langen Kontakt mit dem Eis schmeckt er auch süß und könnte vom Hund mitgefressen werden. Auf jeden Fall löst das harte Material im weichen Eis einen Nage- und Kaureflex aus. Das Hölzchen geht kaputt und splittert, Holzsplitter können in Zunge oder Rachen eindringen und dort Verletzungen hervorrufen. Werden sie geschluckt ist das noch viel schlimmer. Also dem Hund bitte NIEMALS ein ganzes Eis mit Stiel geben.
  • Milcheis – die LaktosefrageViele Hunde vertragen, wie übrigens fast alle Katzen, keine Laktose. Das Ergebnis von laktosehaltiger Nahrung: Durchfall, Blähungen, Bauchschmerzen. Insofern ist es sowohl für den Hund als auch für uns besser, auf laktosehaltige Dinge zu verzichten. Übrigens: Auch Joghurt und Quark enthalten Laktose. Lieber die laktosefreien Produkte kaufen.
  • Zucker – sollte nicht, darf aber ausnahmsweiseZucker ist schlecht. Das wissen wir alle. Trotzdem darf man ausnahmsweise (!) mal zuckerhaltig naschen, und das gilt auch für den Hund. Wenig Zucker, bewusst und sparsam gegeben bringt den Hund nicht um und im Eis, zumindest in den Sorten für Menschen, ist nunmal was immer Zucker enthalten
  • Brain Freeze und co
    Wer schnell extrem kaltes zu sich nimmt bekommt das berühmte Stechen hinterm Auge. Außerdem kann es einem ziemlich schlecht werden oder man bekommt Durchfall. Das ist beim Hund nicht anders, also bitte langsam füttern, am Eis am besten nur lecken lassen.
  • KakaoWie wir alle wissen ist Schokolade oder besser das im Kakao enthaltene Theobromin für Hunde giftig. In Speiseeis ist wahrscheinlich nur wenig Kakao enthalten, aber dennoch bitte sicherheitshalber: KEIN Schokoladeneis oder andere kakaohaltige Sorgen für Hunde!
  • SüßstoffeFast alle Süßstoffe sind für Hunde GIFTIG. Geben Sie Ihrem Hund also auf gar keinen Fall Eis, welches Süßstoff statt Zucker enthält!

Besser als Eis für Menschen: Spezielles Hunde-Eis

Wer es ganz gut machen will kauft oder macht Hunde-Eis. Hergestellt ist das einfach:
1l leichte Fleischbrühe kochen und abkühlen lassen. Die Brühe in eine Eiswürfel-Form oder eine Silikonform für Eis (ohne Stiel diesmal) geben. Einfrieren und dem Hund dann in kleinen Portionen entweder zum Naschen geben oder als Eiswürfel-Beigabe im Trinknapf schwimmen lassen. Wohl bekomm’s

Bei Eis gilt übrigens wie bei allen anderen Dingen: Die Menge macht’s. Also bitte immer auf die der Hundegröße angepasste Menge achten und wie bereits erwähnt langsam geben. Dann spricht nichts dagegen, sich mit Hasso auch mal ein leckeres Eis zu teilen. 🙂

 

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