Sommerferienzeit – das Leiden der Haustiere

Die Sommerferien stehen vor der Tür und mit ihr die unsägliche Zeit zu der Haustiere aller Art, aber vor allem Hunde, ausgesetzt werden.

Und als wäre das alleine nicht schlimm genug, bleiben viele der Hunde ohne Wasser und Futter irgendwo an einem wenig einsehbaren Platz auf einer Raststätte an der Autobahn zurück. Ihre „Familie“ fährt in Urlaub, der arme Hund wartet und wartet und leidet Hunger, Durst und unter der Hitze. Auch im Schatten.

Deshalb einmal mehr der Aufruf an Tierbesitzer, die ihr Tier nicht behalten wollen:

Ja, es wird wahrscheinlich peinlich und unangenehm. Ja, man wird Sie eventuell kritisieren oder ihnen sogar Vorwürfe machen, wenn Sie Ihr Tier bei einem Tierheim abgeben. Es kann auch passieren, dass das Tierheim bereits überfüllt ist und keine neuen Bewohner aufnehmen kann. Dann fahren Sie zum nächsten, Tierheime gibt es in jeder größeren, fast jeder kleineren Stadt und inzwischen sogar auf dem Dorf.

Also bitte, bitte, bitte – seien Sie gegenüber Ihrem Tier, das auf Sie angewiesen ist und sich auf Sie verlässt, wenigstens so fair, es in Sicherheit und gut versorgt abzugeben und nicht irgendwo zurück zu lassen.

Es geht auch anders: Urlaub mit Hund

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Ich rufe damit natürlich NICHT dazu auf, sein Tier abzugeben. Im Gegenteil. Aber seien wir ehrlich – wer sein Tier aussetzen will und es auf diese Weise los werden möchte, der hat sowieso keinen Bezug zu dem Lebewesen, für das er die Verantwortung übernommen hat. Da ist es sicher besser, so jemand gibt das Tier ab und es bekommt ein neues Zuhause, in dem man es liebt und es zu schätzen weiß.

Wichtig ist mir an dieser Stelle, dass die Tiere nicht ausgesetzt, sondern im Tierheim abgegeben werden. Aussetzen geschieht heimlich, möglichst unbeobachtet. Und das ist auch der Grund, warum die Tiere meist Stunden oder Tage nichts zu fressen und zu trinken bekommen oder in der prallen Sonne elend eingehen, weil an der Stelle vielleicht noch Schatten war, als der Urlauber (vor Tierbesitzer kann man ja nicht mehr reden) sein Tier dort abgeladen hat.

Seien Sie so mutig und stehen Sie dazu, dass Sie Ihr Tier – aus welchen Gründen auch immer – nicht behalten wollen oder können. Geben Sie es im Tierheim ab, am besten zusammen mit ein bisschen Zubehör und ein paar Hintergrund-Informationen, dass der zukünftige Besitzer mehr über das Tier weiß als „saß am Straßenrand weil Frauchen lieber in Urlaub wollte und die Tierpension wohl zu teuer war“

…man verzeihe mir an dieser Stelle die unterschwelligen Vorwürfe, aber netter kann ich so ein Thema leider nicht behandeln. Dafür, dass im ganzen Artikel keine Kraftausdrücke stehen und auch niemand beschimpft wird darf man mir allerdings gratulieren. 🙂

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