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Hund entlaufen – Der Schrecken jedes Hundebesitzers

Selbstverständlich hört jeder Hund immer und zu jeder Zeit aufs Wort, kommt sofort zurück wenn er gerade irgendetwas interessantes am Wegesrand entdeckt hat, das sich zum Schnüffeln, Fressen oder drin suhlen eignet. Ein Pfiff, ein Ruf und Bello macht postwendend Kehrt und rast mit unfassbarer Geschwindigkeit zu uns, um punktgenau vor unseren ins devote „Sitz“ zu plumpsen und uns freudig wedelnd anzuschauen.

So viel zum Wunschdenken. Die Realität sieht leider, selbst bei sehr gut trainierten Hunden, oft anders aus. Hat Schnuffi erst mal etwas entdeckt, was es sich zu jagen lohnt oder hat Nero die Fährte einer potenziellen Partnerin aufgenommen, können wir schreien bis uns der Hals blutet, es kommt einfach keiner. „Schrei Du ruhig, ich bin dann mal kurz weg….“ Und schon sehen wir nur noch das entzückt wackelde Hinterteil am Horizont verschwinden.

Ich schreibe diese ernste Sache absichtlich etwas humorvoll, auch wenn uns Hundefreunden klar ist, dass das natürlich die absolute Horrorvision ist. Wir gehen Gassi, wir lassen den Hund in den Garten, wir lassen ihn nur kurz aus den Augen und plötzlich ist er weg.

Bremer Stadtmusikanten

Glücklicherweise entlaufen die wenigsten Haustiere, weil sie eine Karriere im Musikbusiness anstreben. 😉

Weg ist er – was tun?

Als erstes: Ruhe bewahren. Aufregung, Panik und wildes vor sich hin heulen bringt keinem was. Je sachlicher und schneller jetzt gehandelt wird, desto besser. Zunächst sollte man nach Möglichkeit Freunde und Bekannte benachrichtigen, die in der näheren Umgebung der Stelle des Verschwindens beim Suchen helfen. Natürlich sollten das Personen sein, die dem Hund bekannt sind, denn gerade ängstliche Vertreter werden sicher nicht zu einem wildfremden hin gehen, nur weil der eine schöne Nase hat.

Bringt die ganze Suche nichts, weil Hasso sich erfolgreich verdrückt hat, sollten wir die Tierheime abtelefonieren. Auch die ortsansässigen Tierärzte sind eine gute Idee. Oft werden Hunde, die von Passanten gefunden und gesichert werden, nicht ins Tierheim gebracht sondern beim nächsten Tierarzt abgegeben. Warum? Ganz einfach weil es viel mehr davon gibt und sie auch noch mit Schildern auf sich aufmerksam machen.

Jetzt macht es Sinn, wenn man sein Tier bei einer der Organisationen für verlorene Tiere registriert hat. Tierärzte und auch die meisten Tierheime haben ein Chip-Lesegerät und können so mit einem einfachen Scan die ID-Nummer des Tieres herausfinden. In der Datenbank, beispielsweise bei TASSO, sind dann die Kontaktdaten des Besitzers hinterlegt.

Noch praktischer für den Finder / die Finderin ist es, wenn Apollo die Telefonnummer von Frauchen oder Herrchen gleich mit bringt. Hier hilft eine gravierte Hundemarke oder ein graviertes Hundehalsband bzw. Geschirr mit Telefonnummer.

Hundemarken haben dabei den Nachteil, dass sie schneller verloren gehen. Was baumelt fällt leichter ab als etwas, was mit idealerweise mehreren Nietstellen am Halsband fest gemacht ist.
Wer kein Metall am Halsband mag kann auf bedruckte oder bestickte Varianten zurück greifen.

Überlege allerdings genau, ob Du den Namen Deines Hundes oder lieber nur die Telefonnummer für den Kontakt bei Verlust aufs Halsband schreibst. Der Name könnte für einen potenziellen Finder ein Anlass sein, den (möglicherweise teuren Rasse-)Hund zu behalten, immerhin muss er ihn ja nicht mal an einen neuen Namen gewöhnen. Für die Kontaktaufnahme, weil jemand Deinen Hund gefunden hat, braucht er ja den Namen nicht, dafür reicht eine Telefonnummer, unter der Du erreichbar bist.

Hat der Finder Dich erst mal kontaktiert steht einem baldigen Wiedersehen nichts mehr im Wege.

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