Zecken – die Gefahr lauert im hohen Gras Teil 1: FSME

Jeder Hundebesitzer kennt sie und jeder hasst sie: Zecken, derzeit zuhauf anzutreffen. Neben der Tatsache, dass die achtbeinigen Plagegeister einfach widerlich sind und niemand gerne irgendwelche Parasiten in seiner Umgebung hat, birgt so ein Zeckenbiss auch für Hund und Mensch so einige Gefahren. Welche das genau sind, dem wollen wir hier mal auf den Grund gehen.

1.) FSME

Die Abkürzung FSME steht für Früh-Sommer-Meningo-Enzephalitits, was nichts anderes heißt wie eine Entzündung der Hirnhäute, die bevorzugt im Frühjahr oder im Sommer vorkommt. Zur Erklärung: Das Gehirn von Säugetieren, zu denen ja auch Hund und Mensch gehören, besteht aus einer recht wabbeligen Masse. Diese wird komplett von mehreren, dünnen, hautartigen Strukturen umschlossen, den sogenannten Hirnhäuten. Diese Hirnhäute beherbergen nicht nur wichtige Blutgefäße sondern haben auch noch andere lebenswichtige Funktionen. Es ist also klar, dass, wenn es hier zu Entzündungen kommt, das nicht besonders gut sein kann. „Nicht besonders gut“ ist dabei freundlich ausgedrückt, denn die Folgen einer Hirnhautentzündung können bis zu Behinderung oder sogar Tod reichen.

Einfach gegen FSME impfen?


Die gute Nachricht: Für Menschen gibt es gegen FSME eine seit Anfang der 1980er Jahre zugelassene und bereits millionenfach angewandte Impfung mit sehr guter Schutzwirkung. Die Nebenwirkungen sind gering bis vernachlässigbar und betreffen vor allem Menschen mit Allergien gegen Eiweiße, da der Impfstoff auf Basis von Hühnereiweiß hergestellt wird. Jedem, der sich – vor allem in den Riskogebieten (https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/F/FSME/Karte_Tab.html) – häufiger in Wald und Feld aufhält, sollte über eine Impfung für sich selbst und seine Angehörigen nachdenken. Selbst, wenn die Familienmitglieder sich nicht so oft in der Natur aufhalten, so können Zecken doch auch mit Kleidung oder in den Haaren ins häusliche Umfeld eingeschleppt werden und beißen dort eventuell einen Angehörigen.

Hundeohr mit vielen Zecken
Hundeohr mit massivem Zeckenbefall: So weit sollte es auf gar keinen Fall kommen

 

Leider kein FSME-Impfstoff für Tiere

Kommen wir zur schlechten Nachricht: Es gibt keinen FSME-Impfstoff für Tiere. Unsere geliebten Vierbeiner sind also darauf angewiesen, dass wir die Zecken nach einem Biss entweder schnellstmöglich restlos entfernen (die Übertragung der FSME-Auslöser findet nach dem Biss nicht sofort statt sondern dauert, je nach Quelle unterschiedlich angegeben, zwischen 5 und 12 Stunden). Es ist also Eile angebracht, die lästigen Quälgeister zu entfernen.

Zeckenbiss – besser gleich vermeiden!

Besser ist natürlich, wenn es erst gar nicht zu einem Biss kommt. Dafür stehen dem Hundebesitzer einige Möglichkeiten zur Verfügung. Welche Methode zur Vermeidung von Zeckenbissen die Beste ist, darüber scheiden sich die Geister. Ich werde in Kürze darüber nochmal einen extra Artikel schreiben und das hier verlinken. Generell bist Du aber gut beraten, wenn Du Dich mit der Frage, welches Zecken-Repellent (so nennt man Mittel, die einen Biss von Vorneherein verhindern sollen) für Dich und Deinen Hund das Richtige ist, an Deinen Tierarzt wendest.

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